Sonntag, 24. April 2011

Review: Web Montag Stuttgart No 16

Am 21.02.2011 Februar war der 16. Web Montag Stuttgart. Diesmal waren wir in guter Tradition mal wieder zu Besuch bei der MFG Baden-Württemberg. Ich kam etwas zu spät.

Sehr interessant war der Vortrag über Besucherstatistik für den eigenen Internetauftritt. Thomas Bachman hat einen Vergleich gezogen zwischen dem umstrittenen Google Analytics und Piwik. Während Google Analytics die IP-Adressen voll speichert besteht die Gefahr, dass ein Profil über Besucher einer Seite erstellt werden kann, dass die Anonymität nicht gewahrt sei und eben dass personenbezogene Daten unwissend von den Seitenbesuchern gespeichert werden, was in Deutschland nicht erlaubt ist. Es gibt natürlich eine riesige Debatte ob eine IP-Adresse überhaupt ein personenbezogenes Datum ist. Die IP-Adressen werden eben benötigt, damit die Statistik nicht verfälscht wird. Man will ja nicht jeden Seitenbesuch sondern jeden Seitenbesucher zählen. Piwik anonymisiert die letzten Bits der IP-Adresse, so dass man nicht mehr sagen kann, wie die IP-Adresse genau lautete. Thomas Bachman zeigte wie gut Piwik funktioniert und was es leistet.
Die nächste Session war dann von Dirk Haun, der auf das auch dieses Jahr wieder stattfindende Google Summer of Code hingewiesen hat. Google bietet hier die Möglichkeit für Studenten statt in Systemgastronomieen Burger zu braten eben für Open Source Projekte zu programmieren. Ich habe das schonmal detaillierter letztes Jahr berichtet.

Das dritte Große Thema war eine Diskussion über das Thema ob heute eine Revolution ohne Internet noch möglich wäre. Dies war natürlich ein sehr theoretisches Thema ... aber es kamen ein paar gute Aussagen und Meinungen zusammen. Wir haben dann noch dieses Video von Al Jazeera über die Social Media Nutzung in Iran, Tunesien und Ägypten während den Aufständen angesehen und über die Thematik diskutiert:



Anmerkung:
In der aktuellen c't und der nächsten kommt eine zweiteilige Reportage über das Thema, die aber eher zu dem Schluss kommt, dass die Benutzung von twitter, wikileaks und facebook die Revolutionen unterstützt haben, aber auf keinem Fall die Auslöser waren.

Der Web Montag war mal wieder etwas kleiner und diesmal war leider keine einzige weibliche Person anwesend.